Ein Windpark nutzt seinen Netzanschluss im Jahresmittel nur zu rund einem Drittel. Mit Photovoltaik und Speicher am selben Netzverknüpfungspunkt fließt deutlich mehr Strom durch dieselbe Leitung: ohne neuen Anschluss, mit kaum Abregelung.
Fünf Schritte zum Scrollen. Jede Zahl stammt aus einer stündlichen Simulation: Windpark 30 MW an einem 30-MW-Anschluss.
Ein Anschluss wird für die Spitze gebaut, die Wind und Sonne nur selten erreichen. Überbauung heißt: Am selben Netzverknüpfungspunkt hängt mehr Leistung, als er abgeben darf. Ein Parkregler hält die Grenze ein.
Die Jahresdauerlinie sortiert alle 8.760 Stunden nach Leistung. Die hell schraffierte Fläche unter dem Anschluss ist ungenutzte Kapazität. Photovoltaik füllt sie, nur ein schmaler Keil ragt darüber. Der Grund: Die Sonne liefert mittags und im Sommer, der Wind auch nachts und im Winter.
Fraunhofer IEE hat für den BEE fünf Netzverknüpfungspunkte über acht Wetterjahre gerechnet. Bei 150 % Überbauung gehen meist unter 1 % der Energie verloren.
Quelle: BEE, Fraunhofer IEE, BBH · Gemeinsame Nutzung von Netzverknüpfungspunkten · April 2024 · Tabellen 4 bis 6
Stündlich über zwei Wetterjahre gerechnet. Tragen Sie Ihre Werte ein, alles rechnet sofort neu.
Rechenfall, keine Ertragsprognose. Modell an der BEE-Studie kalibriert. Gemeinde: § 6 EEG, bis zu 0,2 ct/kWh.
Einspeisedaten und Anschlussvertrag zeigen, wie viel Platz frei ist.
Stündliche Simulation: PV, Speicher und Abregelung passend zum Anschluss.
Mitnutzung nach § 8 Abs. 2 EEG, bei Bedarf flexibel nach § 8a EEG.
Fläche, Bauleitplanung, Beteiligung nach § 6 EEG und Kommunikation vor Ort.
Ein Parkregler steuert Wind, PV und Speicher unter der Grenze.
150 % Überbauung erzeugt kaum Überschüsse.
Anschluss an bestehende Verknüpfungspunkte, flexible Vereinbarungen.
Über 5 % Abregelung: Gebiet bis zu sechs Jahre limitiert, Neuanlagen nur ohne Redispatch-Entschädigung.
Neue Freiflächen-PV max. 70 % am Anschluss, Wind 280 W/m² Rotorfläche.
Unsere Position: Ein Abregelungs-Vorbehalt sollte die Technik treffen, die den Engpass verursacht. Wer PV an Wind anschließt, füllt Täler statt Spitzen.
Rechtsstand: Regierungsentwurf vom 29.07.2026, Änderungen möglich. Keine Rechtsberatung.
Am Netzverknüpfungspunkt hängt mehr Leistung, als er abgeben darf. Beispiel: Windpark 30 MW plus 36 MWp PV an 30 MW Anschluss. Eingespeist werden nie mehr als 30 MW.
Laut BEE-Studie bei 150 % meist unter 1 %, bei 250 % mit ausgeglichenem Mix rund 5 %. Ein Speicher senkt den Wert weiter.
Ja. Seit 25.02.2025 erlaubt § 8 Abs. 2 EEG den Anschluss an einen genutzten Verknüpfungspunkt, § 8a EEG flexible Vereinbarungen. Details regelt der Netzbetreiber.
Der bestehende hat die meiste Zeit Platz. Und neue werden schwerer: Laut Regierungsentwurf gibt es in kapazitätslimitierten Gebieten nur noch Anschlüsse ohne Redispatch-Entschädigung.
Wie intelligentes Management Kupfer und Milliarden spart.
Bisher wurde das Netz wie eine überdimensionierte Autobahn geplant: Jede Erzeugungsart bekommt theoretisch ihre eigene, permanent reservierte Spur ins Netz.
Betrachtet man die Profile der Anlagen, ergänzen sie sich ideal. Mit dem Zusatz eines Akkus und intelligenter Steuerung der Biomasse lassen sich alle Lücken optimal füllen.
Alle Technologien fließen zunächst in ein Basis-Umspannwerk. Direkt dahinter bündelt ein Smart-Pooling-Modul den Stromfluss effizient und lückenlos auf eine einzige, schmale Trasse.