Simulieren Sie den Stromgestehungspreis (Mischpreis) aus Erneuerbaren Energien. Voreingestellt ist das Szenario Ostwestfalen (ca. 62% Wind, 28% PV, 10% Biogas). Verändern Sie die Parameter, um die Auswirkungen auf den Preis in Echtzeit zu sehen.
Regelt den Anteil der teureren, aber wetterunabhängigen Biomasse zur Absicherung der Dunkelflaute.
Auf Ebene des Einzelkraftwerks (LCOE - Levelized Cost of Energy) zeigt der Rechner: Selbst mit einem 10%igen Anteil teurer, steuerbarer Bioenergie bleibt der Mischpreis mit rund 7 Ct/kWh hochgradig wettbewerbsfähig. Dies sichert bezahlbare Tarife für Bürger und Industrie vor Ort.
Fraunhofer ISE (Studie 2024):
PV-Freifläche (4,1 - 5,8 Ct/kWh) und Wind Onshore (4,2 - 7,1 Ct/kWh) schlagen fossil-thermische Kraftwerke bei den reinen Erzeugungskosten deutlich. Speicherkosten für PV sind mittlerweile stark gefallen und direkt integrierbar.
Kritiker der aktuellen Energiewende betonen, dass der reine Gestehungspreis der Anlage zu kurz greift. Werden erforderliche Systemdienstleistungen, der Netzausbau sowie die Vorhaltung von Backup-Kraftwerken eingerechnet, liegen die tatsächlichen Kosten deutlich höher.
Prof. Dr. Hans-Werner Sinn:
Weist regelmäßig auf das "Doppelstruktur-Problem" hin: Da Wind und Sonne stark volatil sind, muss fast der gesamte konventionelle Kraftwerkspark als Backup ("Schattenkraftwerke") erhalten bleiben. Diese doppelte Infrastruktur treibt die Gesamtkosten.
Bundesrechnungshof (Sonderbericht 2024):
Warnte vor einer "Gefährdung der sicheren und bezahlbaren Stromversorgung". Die Kosten für den Übertragungsnetzausbau (über 460 Mrd. €) sowie Redispatch-Maßnahmen seien in den reinen Strompreisen bisher unzureichend abgebildet.
Animationsfilm zur Überbauung von Netzanschlüssen zur besseren Auslastung vorhandener Netze