Das geplante Solar-Batteriekraftwerk westlich der Holtgarde zielt darauf ab, die regionale Energieversorgung von Oer-Erkenschwick zu stärken, die lokale Wirtschaft durch planbare Strompreise zu stützen und den Importbedarf an Energie schrittweise zu senken.
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Ein modernes Solar-Batteriekraftwerk westlich der Holtgarde zielt darauf ab, die regionale Energieversorgung von Oer-Erkenschwick zu stärken, die lokale Wirtschaft durch planbare Strompreise zu stützen und den Importbedarf an Energie schrittweise zu senken.
Das Projekt wird gemeinschaftlich von ansvar2030, der lokalen Energiegenossenschaft EG Stimberg und der ENERPARC AG als technischem Realisierungspartner entwickelt.
Die Wahl fiel auf eine rund 25 Hektar große, landwirtschaftlich genutzten Fläche, da diese in unmittelbarer Nähe zum örtlichen Umspannwerk sowie zu größeren Stromabnehmern, wie dem Gewerbegebiet und dem Freizeitbad Maritimo, liegt. Die Kombination aus Photovoltaik und einem Batteriespeicher soll eine zuverlässige und zeitversetzte Einspeisung der Energie ermöglichen.
Ein Blick auf die Daten verdeutlicht den Handlungsbedarf: Im Jahr 2022 musste die Metropolregion Ruhr noch immer erhebliche 88 Prozent ihrer benötigten Energie importieren. Diese hohe Abhängigkeit von außen bindet Kaufkraft, die der Region entzogen wird.
Gleichzeitig stellen Freiflächen-Photovoltaikanlagen heute eine der wirtschaftlichsten Erzeugungsformen dar. Die reinen Produktionskosten (Stromgestehungskosten) liegen bei dieser Technologie aktuell bei ca. 4 Cent pro Kilowattstunde. Durch die dezentrale Erzeugung können Netzentgelte optimiert und eine Preisstabilität für lokale Betriebe unterstützt werden.
Ergebnisoffener Verfahren: Das Projekt steht erst am Anfang der Bauleitplanung. Alle Aspekte werden durch Fachgutachten geprüft und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange in die Detailplanung einbezogen.
Copyright: SolarWind Projekt GmbH
Die geplante Beweidung durch Schafe pflegt die Grünflächen naturnah, ersetzt lärmintensive Mäharbeiten und schont den Boden dauerhaft vor schwerem landwirtschaftlichem Gerät.
Copyright: Rolf Peschel
Durch gezielte Einsaat von standortgerechten Wildblumen wie dem Gamander-Ehrenpreis entsteht im Solarpark ein artenreiches Biotop für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.
Das bundesweite Ziel für 2030 liegt bei 80%. Unser Projekt schließt diese eklatante Versorgungslücke vor Ort entscheidend.
Fast unser gesamter Strom wird derzeit importiert. Das macht die Preise anfällig für Krisen.
Das städtische Budget könnte jährlich von ca. 50.000 € Erträgen über die Akzeptanzabgabe (§ 6 EEG) profitieren – vollkommen ohne eigene Investitionen oder finanzielles Risiko für die Kommune.
Zusätzlich verbleiben durch die gesetzliche Zuordnung künftig 90% der Gewerbesteuer direkt vor Ort in Oer-Erkenschwick.
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Die Errichtung des Solarparks bietet eine hervorragende Chance zur dauerhaften ökologischen Aufwertung der Fläche. Durch eine gezielte Einsaat mit regionalem Saatgut entsteht ein artenreiches Biotop, auf dem sich der zuvor intensiv genutzte Ackerboden nachhaltig regenerieren kann. Völlig ohne Düngemittel oder Spritzmittel baut die Erde wertvollen Humus auf, bleibt jedoch im Sinne einer flexiblen Bodennutzung jederzeit wieder aktivierbar und nutzbar.
Die schonende Grünpflege erfolgt durch eine weidende Schafherde. Wie die wissenschaftliche Feldstudie des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) belegt, entwickeln sich solche Solarparks zu wertvollen Trittsteinbiotopen. Sie schaffen geschützte Rückzugsorte für gefährdete Arten – von nützlichen Fluginsekten über bodenbrütende Vögel bis hin zu waldnahen Wildtierarten, die in den dichten Hecken und unter den Modulen ungestörte Lebensräume finden.
Ein entscheidender Vorteil klassischer Freiflächen-PV-Anlagen liegt in ihrer vollständigen Reversibilität. Die Unterkonstruktion der Solarmodule wird komplett ohne Betonfundamente spurlos in das Erdreich gerammt.
Nach Ablauf der Betriebsphase lässt sich die Anlage rückstandslos demontieren: Die Stahlpfähle werden einfach aus dem Boden gezogen und Erdkabel entfernt. Da der Boden jahrzehntelang ruhen konnte und qualitativ aufgewertet wurde, ist er im Anschluss an den Solarpark wieder vollumfänglich als reguläre landwirtschaftliche Ackerfläche nutzbar.
Betreiberunabhängig gesichert: Die Verpflichtung zum vollständigen Rückbau ist von Tag eins an über eine rechtlich bindende Bankbürgschaft abgesichert. Dies garantiert den Landwirten absolute Sicherheit – unabhängig davon, wie sich der Anlagenbetreiber wirtschaftlich entwickelt.
Ca. 50.000 € p.a. an freien Haushaltsmittel (§6 EEG) könnten fließen, plus dauerhafte Gewerbesteuern vor Ort.
Direkte Strombelieferung über PPAs koppelt Freizeiteinrichtungen & Betriebe von Strompreisschwankungen ab.
Haushalte profitieren finanziell durch Direktbeteiligungen an der Anlage und optionalen, günstigen Bürgerstrom.
Bodenruhe ohne Pestizide, mehrreihige Blühhecken für Artenschutz sowie Weidenutzung durch Schafe.
Die erste öffentliche Informationsveranstaltung hat am 01.07.2026 erfolgreich stattgefunden und weitere Formate sind bereits geplant. Wenn Sie in der Zwischenzeit weitere Fragen haben oder sich unverbindlich für eine wirtschaftliche Beteiligung vormerken lassen möchten, nutzen Sie gerne unsere Formulare.
Geprüfte Projektfläche westlich der Holtgarde (ca. 21,2 ha Netto).
Über Jahrzehnte war das Ruhrgebiet das Zentrum der deutschen Industrie. Kohle, Stahl und große Kraftwerke haben die Region geprägt und Oer-Erkenschwick stark gemacht.
Heute erfindet sich das Ruhrgebiet neu. Die Energie der Zukunft kommt aus Wind, Sonne und Speichern. Die Energiewende ist dabei kein Bruch mit der Geschichte, sondern die Fortsetzung unserer Tradition der regionalen Erzeugung.
Stadthalle Oer-Erkenschwick • 01. Juli 2026 • 18:00 - 20:30 Uhr
Wie wir denken: Der Film über ansvar2030